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Berg-Ahorn

(Acer pseudoplatanus)

IV — VI Home Edellaubwälder
10 — 25 m indigen LC
Acer pseudoplatanus
Synonyme: Acer atropurpureum, Acer villosum, Trauben-Ahorn. Makrophanerophyt, sm-sa. Die Laubblattspreite ist 5-spaltig. Die Blätter sind 5 — 10 cm lang gestielt. Die Einschnitte zwischen den Blattlappen sind spitz. Die Blüten sind gestielt in hängenden, traubenförmigen Rispen. Die Fruchtflügel bilden einen rechten bis spitzen Winkel (Lit). Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 28.08.2015 Hohe Dirn
 
Acer pseudoplatanus
In Irland ist der Baum nicht heimisch, wurde aber viel gepflanzt. Aufnahme: 27.07.2017 Glebe - Glenoory
 
Acer pseudoplatanus
12.08.2012 Bernerau
 
Acer pseudoplatanus
Schuppenborke. Aufnahme: 30.07.2005 Erentrudisalm, Salzburg
 
17.04.2020 Pucking
 
Acer pseudoplatanus
 
Acer pseudoplatanus
03.06.2007 Pucking
 
Acer pseudoplatanus
21.08.2008 Pucking

WP

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1332. A. Pseudoplatanus L. (Trauben-A . — Weisser A. — Fladerbaum. Falsche Platane. — Steinahorn. — Url. — Breitlöbern.)
Baum 60—80' hoch, zuweilen auch nur strauchig, mit glatter, graubrauner Rinde und hartem, weissem Holze. Blätter oberseits dunkelgrün, glänzend, kahl, unterseits meergrün, matt, mehr minder behaart oder auf den Nerven zottig, handförmig - 5lappig. Lappen zugespitzt, ungleichgrobgesägt. Sägezähne stumpf. Bucht der Blattlappen spitz. Blüthen in überhängenden, gedrungenen, an der Basis ästigen Trauben. Traubenspindel zottig. Blüthenstiele, Kelche und Kronblätter kahl. Kelchzipfel und Kronblätter gelblichgrün. Staubgefässe der zwitterigen Blüthen nur so lang, der männlichen 2mal länger als die Kronblätter. Fruchtknoten zottig. Theilfrüchtchen sammt den Flügeln kahl oder doch grösstentheils kahl. Flügel vorwärtsgerichtet, oft fast parallel aufsteigend, fast senkrecht. Blüht bei meist schon ganz entwickelten Blättern 14 Tage später als A. platanoides. Das Holz hat nebst dem der Buche die grösste Brennkraft, wird aber meistentheils von Schreinern, Drechslern, Instrumentenmachern und Wagnern verarbeitet.
Ende April — Mai


In Wäldern, besonders an der Südseite auf mächtiger Lehmbedeckung über Granit, Gneiss, Glimmerschiefer, Hornblende, in fast allen Wäldern der Mühlkreisberge, am Dreisesselberge bis 4000' aufsteigend, auf den Unterschwarzenberger und Pfarrkirchner Bergen, im Schauer-, Brunn- und Sternwalde, in Wäldern um Freistadt, Windhaag, St. Thomas, Ruttenstein, Grein, Waldhausen, meist unter Buchen, Fichten, Tannen zerstreut. Auch in den Thälern und in Auen der Ebenen. In Haidewäldchen, im Kobernauserwalde, Sauwalde, in Wäldern um St. Martin, Reichersberg. Um Kremsmünster, Steyr. Ueber Wienersandstein um Kirchdorf, Michldorf, in der Molln. Ueber Kalk in fast allen subalpinen Thälern und Voralpenwäldern um Weyer, Neustift, Windischgarsten, Stoder, Spital. Am schönsten und fast Bestände bildend längs der Strasse zwischen Ischl und Strobl am Wolfgangsee, in Bäumen von 80' Höhe und 5' Durchmesser. Am Gmundnerberge, um Mondsee, am Schafberge u. s. w. Hie und da auch in Alleen, z. B. auf der Promenade zu Linz mit Acer platanoides und Platanus Orientalis gepflanzt. Braucht tiefgründigen Boden.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 101), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 Letzte Bearbeitung 20.10.2026

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